Gelungener Heimauftakt und erfolgreicher Start ins Doppelspielwochenende! Mit einem überzeugenden 9:1-Erfolg gegen den EHC Erfurt eröffneten die Jungtornados der SG Niesky/Weißwasser am Samstag ihre Heimspiele der neuen Eissaison im Waldstadion. Nach dem deutlichen 11:3-Auswärtssieg gegen denselben Gegner in der Vorwoche knüpfte die NW15 an ihre erfolgreiche Leistung an. Mit nunmehr 38 erzielten Toren bei lediglich vier Gegentreffern aus drei Saisonspielen unterstreicht die Mannschaft ihren starken Start in die Spielzeit 2026/27.
Konsequentes Forechecking sorgt für frühe Führung
Von Beginn an übernahm die Spielgemeinschaft die Initiative. Die taktische Marschroute war klar: schneller Spielaufbau aus dem eigenen Drittel, konsequentes Forechecking und möglichst viele gefährliche Abschlüsse.
Dabei sollten die Erfurter bereits früh in ihrem Spielaufbau unter Druck gesetzt werden. Zwei Angreifer attackierten den scheibenführenden Spieler und dessen nächste Anspielstation, während der dritte Stürmer für die notwendige Absicherung sorgte.
Dieses Konzept ging auf. Bereits nach 85 Sekunden brachte Jonas Wagner die Gastgeber nach Vorarbeit von Ole Pusch und Oskar Möricke in Führung. Im weiteren Verlauf erhöhte Ole Pusch auf 2:0, bevor Finn Liewald kurz vor der ersten Drittelpause den dritten Treffer beisteuerte. Mit einer verdienten 3:0-Führung ging es in die Kabine.
Starke Spielphasen, aber unnötige Strafzeiten
Auch im zweiten Drittel bestimmte die NW15 über weite Strecken das Geschehen auf dem Eis. Die Mannschaft erspielte sich weitere Möglichkeiten und baute ihren Vorsprung kontinuierlich aus.
Thalia Sprejz traf nach Vorarbeit von Finn Liewald zum 4:0. Anschließend war Jonas Wagner nach Zuspiel von Oskar Möricke erfolgreich, ehe Darius Zorn auf Vorlage von Zita Schmäche den sechsten Treffer für die Jungtornados erzielte.
Allerdings schlichen sich zunehmend unnötige Strafzeiten in das Spiel der Gastgeber ein. Immer wieder mussten die Jungtornados in Unterzahl agieren und brachten sich damit selbst um einen Teil ihres Spielflusses. Trotzdem gelang es den Gästen aus Erfurt nicht, daraus Kapital zu schlagen. Die Defensive der Spielgemeinschaft hielt stand und ließ auch im zweiten Spielabschnitt keinen Gegentreffer zu. Mit einer komfortablen 6:0-Führung ging es in die zweite Pause.
Neun Tore und trotzdem noch Luft nach oben
Im Schlussdrittel setzte sich das Bild weitgehend fort. Die NW15 erspielte sich weitere Chancen und traf erneut dreimal. Zunächst erhöhte Oskar Möricke nach Vorarbeit von Finn Liewald und Thalia Sprejz auf 7:0. Anschließend traf Ben Lehmann nach Zuspiel von Polly Schuster, bevor Finn Liewald mit dem neunten Treffer den Schlusspunkt auf der Nieskyer Seite setzte.
Allerdings blieben auch diesmal einige gute Möglichkeiten ungenutzt. Dass die Chancenverwertung trotz neun erzielter Treffer noch Verbesserungspotenzial bietet, war nicht nur dem Trainer bewusst. Auch die Spielerinnen und Spieler ärgerten sich über vergebene Möglichkeiten und zeigten damit ihren eigenen Anspruch an die Leistung.
Ein kleiner Wermutstropfen blieb zudem das Gegentor im letzten Drittel. Torhüterin Emma Lorenz, die im Spielverlauf übernommen hatte, musste schließlich doch noch einmal hinter sich greifen. Der erhoffte Shutout blieb ihr damit verwehrt. Am deutlichen 9:1-Endstand änderte dies allerdings nichts mehr.
Drei Spiele, drei Siege – beeindruckende Auftaktbilanz
Mit dem dritten Sieg im dritten Saisonspiel setzen die Jungtornados ihre Erfolgsserie fort. Nach dem 18:0-Auftakterfolg gegen die SG Leipzig/Halle/Chemnitz und dem 11:3-Auswärtssieg in Erfurt folgte nun der nächste deutliche Erfolg.
38 geschossene Tore und gerade einmal vier Gegentreffer nach drei Partien sprechen eine deutliche Sprache. Insbesondere die Offensivstärke der Mannschaft macht sich bereits früh in der Saison bemerkbar. Gleichzeitig zeigt die geringe Zahl an Gegentoren, dass auch die Defensivarbeit zunehmend Früchte trägt.
Dennoch lassen sich die Verantwortlichen von den deutlichen Ergebnissen nicht blenden. Die bisherigen Erfolge sind eine gute Grundlage, aber längst kein Grund, sich auf dem Erreichten auszuruhen.
Trainer sieht Fortschritte und weiteren Entwicklungsbedarf
Nach der Begegnung zeigte sich der Trainer insbesondere mit der Umsetzung des taktischen Konzepts zufrieden. Das aggressive Forechecking funktionierte über weite Strecken gut und ermöglichte der Mannschaft immer wieder gefährliche Abschlüsse.
Gleichzeitig machte er deutlich, woran in den kommenden Trainingseinheiten weiter gearbeitet werden muss: Die Chancen müssen konsequenter genutzt, einfache Spielsituationen sauberer gelöst und unnötige Strafzeiten vermieden werden.
Insgesamt überwogen jedoch die positiven Eindrücke. Die Mannschaft zeigte gute spielerische Ansätze und bewies erneut, dass sich die gemeinsame Arbeit auf dem Eis zunehmend auszahlt.
Zweite Herausforderung des Wochenendes wartet in Dresden
Nach dem erfolgreichen Heimauftakt bleibt den Jungtornados nur wenig Zeit zum Durchatmen. Bereits am Sonntag steht mit Dresden der zweite und voraussichtlich deutlich schwierigere Teil des Doppelspielwochenendes auf dem Programm.
Um auch dort erfolgreich zu sein, werden eine konzentrierte Defensivarbeit, diszipliniertes Auftreten und eine konsequentere Chancenverwertung entscheidend sein.
Der gelungene Auftakt vor heimischer Kulisse gibt der Mannschaft dafür jedenfalls reichlich Rückenwind. Mit drei Siegen und einer beeindruckenden Torbilanz im Gepäck reisen die Jungtornados selbstbewusst zur nächsten Herausforderung.